Samstag, 14. Juni 2014

Von Zürich nach Wien, Teil 1

12.6.2014, Tag 1

Nachdem ich das Rad fertig gemacht und alles gepackt habe breche ich um 12 Uhr von Zürich nach Wien auf. Lieben Dank an Matthias für die tolle Gastfreundschaft. War gut dich mal wieder zu sehen. Franz wird noch Freunde treffen und einen Tag später starten. Relativ schnell wird klar: Wenn du in der Schweiz keinen Fahrradstreifen auf der Strasse siehst gibt es vermutlich einen richtigen echten Radweg ganz in der Nähe. Eine sehr erfrischende Abwechslung nach Südamerika. 
Es ist richtig warm hier in diesem Mitteleuropa und nach dem ich den Zürichsee eine Weile entlang gefahren bin springe ich in Rapperswil ins erfrischende Nass. Das Wetter ist traumhaft alles ist sauber und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich das Wasser aus diesem See trinken könnte.
Altstadt von Rapperswil mit Blick über den Zürichsee 
Ich komme durch nette kleine Ortschaften von denen ich noch nie gehört habe wie z.B. wie z.B. Mels:
kitschige Ansicht in Mels
Zwischen dem Zürichsee und dem Walensee komme ich am Linthkanal vorbei. Dieser hat eine relativ starke Strömung dürfte aber nicht gefährlich sein weil sich viele Einheimische auf Luftmatratzen, Schlauchbooten, Traktorreifen oder einfach schwimmend darin treiben lassen. Obgleich mein Zeitplan eher eng ist kann ich mir das nicht entgehen lassen und springe auch ein paar mal rein und geniesse die Strömung:



Am Abend ist es so weit: In Walenstadt esse ich die erste Fritattensuppe nach einem halben Jahr Abstinenz. Das raffinierte Ding versucht sich als "Bouillon mit Flädle" in der Karte vor mir zu verstecken, aber solche Anfängertricks helfen nix bei mir: Entdeckt, bestellt und aufgefressen.

Motiviert am nächsten Tag viele km zu schaffen kann ich die nette Wirtin überreden, ausnahmsweise schon etwas früher das Frühstück zu servieren. Ich möchte 7:00 sie 7:30 man einigt sich auf 7:15.
Verhandeln habe ich gelernt in Südamerika.

13.6.2014, Tag 2

Ich verschlafe prompt. Um 8 Uhr erreiche ich mit demütig gesengtem Haupt den Frühstücksplatz wo die nette Wirtin schon mit breitem Grinser auf mich wartet. Die Frau hat Humor, Glück gehabt. 
Ich bin aufgeregt. Heute fahre ich in das Fürstentum Liechtenstein. Bin ich ja noch nie gewesen, glaub ich und wenn dann muss ich sehr klein gewesen sein.

Ich fahre nach Liechtenstein!!!!
Vaduz, selbst Wikipedia spricht von einem Hauptort und keiner Hauptstadt, ist gar nicht so leicht zu finden. Einen Kilometer vor dem eigentlichen Ort entdecke ich das erste Schild. Sehr schön aber ein bisserl wie Schlumpfhausen, man muss fast aufpassen dass mans nicht übersieht. 

Vaduz
Mein erster Ort in Österreich ist Feldkirch. Ich bin wieder zu Hause aber noch nicht in Sicherheit.

Feldkirch
Es scheint ein sehr wildes Bundesland mit wilden Einwohnern zu sein in dem ich mich befinde. Als erfahrener Weltenbummler hab ich gelernt als gute Indikatoren für den allgeimeinen Charakter einer Region die Gartenzwerge derselben zu observieren. Was ich hier in Bludenz gesehen habe treibt mir die Gänsehaut in den Nacken und mich selbst in Osten!!!

Gartenzwerg in Bludenz 
Gartenzwerg in Bludenz 
Ich fnde nach Südamerika weitere Indizien dafür, dass unser lieber Franz in meiner Abwesenheit alles andere macht als Rad zu fahren. Zunächst die Gründung einer Privatuniversität in Puno

Privatuni in Puno

und jetzt grillt er in Feldkirch:


Franz grillt in Feldkirch
Ich komme bis Stuben am Arlberg wo ich nächtige.

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